Rezensionen

Mit Humor und Saitenfuror

Einen sehr, nein einen mehr als höchst vergnüglichen Kleinkunstabend  erlebte das zahlreiche Publikum im Gemeindesaal der Heilig-Geist-Kirche in Schorndorf.  Zum einen bezauberte das Streicherinnen-Trio „Manon & Co“ mit ihrem virtuosen Saitenfuror. Und dann erwies sich einmal mehr Dekan Unsin nicht nur als kluger Theologe, sondern auch als knitzer Kabarettist und selbstironischer Entertainer.

Auftritt Dekan Manfred Unsin… : “Für mich isch’s die Premiere als Kabarettist!“  Und schon hat er die Leut’ für sich gewonnen. Und gleich verspricht der seelenschmeichelnde Conferencier, um was es an diesem bunten Abend gehen wird: Um Musik, Liebe, Geld und Gott. Allein das Geld aber, sei in dieser Reihe nicht göttlichen Ursprungs.

Und so teilte sich der Dekan mit den bezaubernden Frauen von „Manon & Co“ die Bühne. Ein Trio aus zwei Violinen und Cello, das an diesem Abend mit Pfiff  und Show einen doch weltlichen Glamour im Gemeindesaal verbreitet.  Aber schon nach den ersten drei Stücken des Trios, darunter einen Tango und ein hinreißend swingendes „I got Rhythm “ von George Gershwin, kommentierte ein augenzwinkender Pfarrer: „I ben froh, dass e se engagiert hab. Sonscht hemmer  emmer’s Weihnachtsoratorium.  Ah! der Herr Klemm isch ‚a au da!“ Und ja, dem klassik- und dem kirchenlied – erprobten Organisten von Heilig-Geist muss es wohl, wie dem begeisterten Publikum, auch gefallen haben.

Hinreißende Musikerinnen

Und so wechselten sich an diesem vergnüglichen Abend auf so hinreißende wie sich ergänzende Art die virtuosen Musikerinnen mit dem nicht nur mit Versen entzückenden, entspannt irdischen Geistlichen ab. Feurig die Damen als Piratinnen der Karibik mit schwarzen Augenbinden und die Geigenbögen als Säbel bedrohlich durch die Lüfte stechend. Zum Hinknien ein Czardas. Ein großer Spaß, bei dem die Saitenfetzen nur so flogen.

Da ließ sich der Dekan mit ein paar schrägen Zweizeilern nicht lumpen:  „Paulus schrieb an die Apachen/ Ihr sollt nicht nach der Predigt klatschen.“ Hat aber nix geholfen, der Beifall war für alle Beteiligten überwältigend und herzlich.

Schorndorfer Zeitung  und Winnender Zeitung Mai 2018

 

Presse

„….Ein Programm, so recht nach dem Geschmack der anwesenden Musikfreunde zwischen 20 und 80 Jahren und darüber.…. Das vom Können und der Spielfreude des Quartetts hellauf begeisterte Publikum spendete zum Schluss nicht enden wollenden Beifall, für den die Künstlerinnen sich mit einer Zugabe bedankten.“ (Rhein-Neckar-Zeitung)

„Ich bin immer wieder überrascht von dieser Kreativität, die das Ensemble mitbringt“ (Waiblinger Kreiszeitung)

„Der Auftritt von Manon & Co war ein Augen- und Ohrenschmaus“ (Winnender Zeitung)

„Mit Glenn Millers „In the Mood“ als Streichquartett-Version machen die vier Musikerinnen zu Beginn gleich mal klar, worum es ihnen geht: „Was kann man außer Klassik auf Streichinstrumenten. Noch alles spielen?“; formuliert Quartett-Chefin Petra Manon Hirzel‘ (Violine) das grundsätzliche Anliegen. Eigentlich fast alles, denn Berührungsängste kennen die jungen Musikerinnen nicht. Und sollte jemand im Publikum derartige Ängste hegen, dann werden sie ihm im Laufe des Konzer­tes mit Charme und Schmackes kurzerhand genommen. Das Damen­streichquartett hat sich der unterhal­tenden Salonmusik verschrieben – mit Swing, Evergreen, Pop und Rock. Und dabei zeigen sie auch noch, wie differenziert, kreativ, und witzig man mit den ehrwürdigen Streichinstru­menten umgehen kann.“ (Hohenloher Zeitung)

„…..Dieses aus Stücken so unterschiedlicher Stilrichtungen und Entstehungszeiten zusammengesetzte Programm, das vom Barock über Salonmusik bis zum modernen Pop reichte, stellte nicht nur hohe Anforderungen technischer Art, sondern auch des musikalischen „feelings“ an die vier Künstlerinnen. Dass sie diesen Anforderungen in allen Belangen nicht nur genügten, sondern diese Aufgaben glänzend lösten, ihren eigenen Sound vor allem in den modernen Stücken überzeugend demonstrierten, ist nicht zuletzt das Verdienst ihrer temperamentvollen Frontfrau und erstklassigen Geigerin Petra Manon Hirzel. Bei aller Demonstration ihres eigenen Könnens gab sie ihren Kolleginnen jedoch auch immer wieder Gelegenheit, auch ihr Können in Solopassagen zu zeigen.“ (Fränkische Nachrichten)“

 

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